
Olivier Aubry

Die Kunst des in Lille lebenden und arbeitenden Künstlers Olivier Aubry bewegt sich im Grenzbereich zwischen Malerei und Zeichnung. Als Ausgangspunkt dient ihm immer die Zeichnung. Er selbst beschreibt sie als seine „tägliche Übung“, womit er den spontanen Charakter seiner Werke unterstreicht. Jedes Bild weist eine eigene, harmonisch abgestimmte Farbkombination auf. Indem an den Bildrändern tiefere Farbschichten sichtbar bleiben, ergibt sich ein spannungsreiches Deutungsfeld von Positiv und Negativ. Dabei wirken die Zeichnungen wie in die Leinwand eingeschriebene Gravuren. Oliver Aubrys Arbeiten sind Zwiegespräche mit der Linie. Aus der Flüchtigkeit und Komplexität unserer globalisierten Gesellschaft heraus möchte er ein Gegengewicht und etwas Bleibendes schaffen, eine Essenz herauskristallisieren. Hierfür bedient er sich einer allgemeinverständlichen, fast kindlich anmutenden, anti-perfektionistischen Bildsprache.


geboren in Frankreich
lebt und arbeitet in Lille, Frankreich
„Vivarium. Olivier Aubry“, Hrsg. Galerie Pome Turbil, Lyon, Frankreich
Museum für Zeitgenössische Kunst, Stockholm, Schweden
Stadt Lille, Frankreich
Conseil Géneral du Nord, Frankreich
"Pleine nature", mit Tomomi Yano, Espace d'art contemporain Lasécu, Lille
Mit Tomomi Yano, Galerie Pome Turbil, Thonon
Galerie Espace Du Dedans, Lille
"Grandeur nature", mit Tomomi Yano, Galerie 48, Lyon
"Terre et ciel" , mit Pascal Pesez, Centre Frontière$, Commissariat Bernard Lallemand, Lille- Hellemmes
Galerie Espace Du Dedans, Lille
Galerie Pierre-Yves Caër, Paris
"Etat des Lieux", Galerie Samy Kinge, Paris
"Koe, je te dis", Artothèque L'Inventaire, Lille
GALERIE VON&VON, Nürnberg
„Il y a en haut, tout à fait en bas“, Galerie Frédéric Storme, Lille, Frankreich
Galerie Van der Planken, Antwerpen, Belgien
GALERIE VON&VON, Nürnberg
Galerie Pome Turbil, Lyon, Frankreich
„On the air“, Galerie Frédéric Storme, Lille, Frankreich
„On the air“, Galerie Kandler, Toulouse, Frankreich
„Descente dans les près vitesse maximale“, Galerie Art / Espace, Thonon, Frankreich
„Zig zag“, Galerie Suty, Coye la forêt
„Champ contrechamp“, Galerie Storme, Lille, Frankreich
„Vue de 360° sur la vallée“, Galerie Frédéric Storme, Lille, Frankreich
„Présences abscences réglables“, Galerie Samy Kinge, Paris, Frankreich
„La dernière pièce du puzzle“, Galerie Kandler, Toulouse, Frankreich
„Verdure organisée“, Galerie Premier Etage, Grimaud, Frankreich
„C’est si loin qu’il faudrait un baobab“, Galerie A Contrario, Limoges, Frankreich
Galerie Samy Kinge, Paris, Frankreich
Galerie Univer, Duo mit Tomomi Yano, Paris, Frankreich
Espace d’art contemporain Lasécu. « Pleine nature ». Duo avec Tomomi Yano, Lille, Frankreich
Galerie Pome Turbil, Duo avec Tomomi Yano, Thonon, Frankreich
"Private view ", Vous êtes ici, Haubourdin
Tableaux fantômes #10, Musée Benoît-De-Puydt. Bailleul
Natsukodachi , Galerie Pierre-Yves Caër, Paris
"Four Seasons", Galerie Von&Von Nuremberg
"Une exposition toute blanche?", Galerie Réjane Louin, Locquirec
"Une oeuvre pour vous !", Centre d'art Espace 36, St Omer
"VIDEOFORMES 2018", jeunes publics, Clermont-Ferrand
"Dessins contemporains", Musée Robert Dubois-Corneau, Brunoy
„11 IN 4“, GALERIE VON&VON, Nürnberg
„Vous êtes ici“, 1m20, Haubourdin, Frankreich
Festival OODAAQ, Rennes, Nantes, St. Malo, Frankreich
Galerie Pome Turbin, Lyon, Frankreich
„MUBA, Tableaux Fantomes #6“, Tourcoing, Frankreich
Art Weekend, GALERIE VON&VON, Nürnberg
„La Malterie. Esquisses“, Lille, Frankreich
„Tableaux Fantômes #5“, Katholische Universität, Lille, Frankreich
„Tableaux Fantômes #4“, Centre d’art Frontière, Hellemmes, Roubaix, Frankreich
„Summer“, Galerie Zoumboulakis, Athen, Griechenland
„Vous êtes ici. Pentapeinture“, Haubourdin, Frankreich
„La gravure comme aventure“, Centre d’art Frontière, Hellemmes, Frankreich
„Tableaux Fantômes #3“, Galerie PPGM, Roubaix, Frankreich
Art.Fair, GALERIE VON&VON, Köln
Positions, GALERIE VON&VON, Berlin
„Ars en Ré“, Galerie Kahn, Straßburg, Frankreich
„Maison Folie du fort de Mons. Tableaux Fantômes #2“, Mons-en-Baroeul, Lille, Frankreich
„Winterausstellung“, GALERIE VON&VON, Nürnberg
„Art et Design“, Galerie Zoumboulakis, Athen, Griechenland
„Médiathèque F. Mitterrand. Tableaux Fantômes #1“, Bailleul, Frankreich
Positions, GALERIE VON&VON, Berlin
Art.Fair, GALERIE VON&VON, Hamburg
Affordable Art Fair, GALERIE VON&VON, Köln
„Vous êtes ici“, Haubourdin, Frankreich
PAN Amsterdam, Niederlande
SCOPE, Basel, Schweiz
SCOPE, New York, USA
Art Toronto, Kanada
Galerie Frédéric Storme, Lille, Frankreich
Art Toronto, Kanada
Galerie Van Der Planken, Antwerpen, Belgien
PAN Amsterdam, Niederlande
Galerie Zoumboulakis, Athen, Griechenland
„Le chien qui fume“, Théatre Avignon, Frankreich
Galerie Samy Kinge, Paris, Frankreich
Art Karlsruhe
KIAF, Seoul, Südkorea
Galerie A Contrario, Limoges, Frankreich
Galerie Zoumboulakis, Athen, Griechenland
Musée d‘Allauch, Frankreich
Galerie Zoumboulakis, Athen, Griechenland
Galerie Suty, Coye-la-Forêt, Frankreich
KIAF, Seoul, Südkorea
Galerie d‘Art, Toulouse, Frankreich
Art Paris, Galerie Samy Kinge, Frankreich
Art.Fair, Köln
ST.ART, Straßburg, Frankreich
London Art Fair, Großbritannien
Art.Fair, Köln
art miami, USA
KunstRAI, Amsterdam, Niederlande
Art Paris, Frankreich
mi art, Milan, Italien
Art Paris, Frankreich
Artefiera, Bologna, Italien
Art Cologne, Köln
Artissima, Turin, Italien
Art Paris, Frankreich
„10x10“, Galerie Kahn, Straßburg, Frankreich
Von der Zeichnung zur Malerei
Susann Scholl, Kunsthistorikerin (M.A.)
18.11.2017
Olivier Aubrys Kunst bewegt sich im Grenzbereich zwischen Malerei und Zeichnung. Den Ausgangspunkt bildet für den französischen Künstler, der in Lille lebt und arbeitet, dabei immer die Zeichnung. Er beschreibt sie als seine „tägliche Übung“, womit er den tagebuchartigen Charakter seiner Werke herausstreicht. Auf farbigen, monochromen Flächen zeigt Aubry reduzierte Formen und einzelne Wörter. Jede Bildtafel weist eine eigene, harmonisch abgestimmte Farbkombination auf. Indem er an den Rändern den Blick auf darunterliegende Farbschichten freigibt, die oft identisch mit dem Farbspektrum der Linien sind, eröffnet der Künstler ein spannungsreiches Deutungsfeld von Positiv und Negativ. Denn technisch betrachtet treten die Zeichnungen einmal als Gravuren in Erscheinung, die in die Tiefen der Leinwand eingeschrieben sind. Ein anderes Mal lässt der Künstler die Farbe frei über die Fläche laufen, die so – der Schwerkraft unterworfen – zufällige Konturen bildet. Für Aubry sind diese Zwiegespräche mit der Linie ein Versuch, aus der Flüchtigkeit und Komplexität unserer globalisierten Gesellschaft eine Essenz herauszuziehen und etwas Bleibendes zu schaffen.
Wie der schottische Künstler David Shrigley bedient sich Aubry der Bildsprache des Comic, die er in einem fast kindlich anmutenden, anti-perfektionistischem Stil ausführt. Auf diese Weise zieht eine Leichtigkeit in die Bilder ein, die den Betrachter ob der Bedeutung der eingefügten Wörter stutzig werden lässt. Lässt sich ein Sinn aus den Formen und Wörtern herausziehen, die oft wie mathematische Venn-Diagramme anmuten und geografische sowie naturwissenschaftliche Begriffe nennen? Die gezeichneten Formen, wie Strahlen, Wellen oder an Sprechblasen erinnernde schiefe Kreise scheinen Aktionen oder Geräusche zu beschreiben, wobei die Begriffe den Zeichnungen eine weitere Verständnisebene abverlangen. Letztlich lassen sie den Betrachter aber doch im Ungewissen. „Wie ein DJ recycle ich, mixe, schneide aus und setze die Informationen neu zusammen, in einem unbewussten aber erheiternden Spiel, dessen Bedeutung unklar ist.“, beschreibt Aubry selbst seinen künstlerischen Ansatz. Und so wird jede Präsentation im Ausstellungsraum zu einem neuen Sample, einer neuen anregenden Erzählung.
Reduzierte Formen und einzelne Wörter
22.11.2017

Olivier Aubrys Kunst bewegt sich im Grenzbereich zwischen Malerei und Zeichnung. Den Ausgangspunkt bildet für den französischen Künstler, der in Lille lebt und arbeitet, dabei immer die Zeichnung. Er beschreibt sie als seine „tägliche Übung“, womit er den tagebuchartigen Charakter seiner Werke herausstreicht. Jede Bildtafel weist eine eigene, harmonisch abgestimmte Farbkombination auf. Indem er an den Rändern den Blick auf darunterliegende Farbschichten freigibt, die oft identisch mit dem Farbspektrum der Linien sind, eröffnet der Künstler ein spannungsreiches Deutungsfeld von Positiv und Negativ. Denn technisch betrachtet treten die Zeichnungen einmal als Gravuren in Erscheinung, die in die Tiefen der Leinwand eingeschrieben sind. Ein anderes Mal lässt der Künstler die Farbe frei über die Fläche laufen, die so – der Schwerkraft unterworfen – zufällige Konturen bildet. Für Aubry sind diese Zwiegespräche mit der Linie ein Versuch, aus der Flüchtigkeit und Komplexität unserer globalisierten Gesellschaft eine Essenz herauszuziehen und etwas Bleibendes zu schaffen. Wie der schottische Künstler David Shrigley bedient sich Aubry der Bildsprache des Comic, die er in einem fast kindlich anmutenden, anti-perfektionistischen Stil ausführt.
Auf diese Weise zieht eine Leichtigkeit in die Bilder ein, die den Betrachter ob der Bedeutung der eingefügten Wörter stutzig werden lässt. Lässt sich ein Sinn aus den Formen und Wörtern herausziehen, die oft wie mathematische Venn-Diagramme anmuten und geografische sowie naturwissenschaftliche Begriffe nennen? Die gezeichneten Formen wie Strahlen, Wellen oder an Sprechblasen erinnernde schiefe Kreise scheinen Aktionen oder Geräusche zu beschreiben, wobei die Begriffe den Zeichnungen eine weitere Verständnisebene abverlangen. Letztlich lassen sie den Betrachter aber doch im Ungewissen. „Wie ein DJ recycle ich, mixe, schneide aus und setze die Informationen neu zusammen, in einem unbewussten aber erheiternden Spiel, dessen Bedeutung unklar ist“, beschreibt Aubry selbst seinen künstlerischen Ansatz. Und so wird jede Präsentation im Ausstellungsraum zu einem neuen Sample, einer neuen anregenden Erzählung.