Gunda Förster

LEUCHTOBJEKT #3

Acrylglas, LED

60 x 50 cm

2015

€ 13.000,00

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Im Werk von Gunda Förster nimmt Licht einen wichtigen Stellenwert ein, bei den raumbezogenen Arbeiten handelt es sich für sie um mit zeitgenössischen Mitteln umgesetzte Malerei. 3 Leuchtobjekte – konstruiert aus horizontal übereinander geschichteten transparenten Acrylglasscheiben, deren Schnittkanten aufgrund des mittig eingespeisten LED-Lichts leuchten. Die Form der Objekte ist Seifenblasen nachempfunden. Seifenblasen und ihr schnelles Zerplatzen stehen als Zeichen für schillernde Kindheitserinnerungen, Spiel, Leichtigkeit, Flüchtiges. Wegen dieser leichten Vergänglichkeit ist die Seifenblase Metapher für etwas, das zwar anziehend, aber nur sehr kurzlebig ist. Im Unterschied zur nach kurzer Zeit zerplatzenden Seifenblase sind die Leuchtobjekte jedoch beständig und erscheinen wie eingefrorene Zeit.

Gunda Förster

Ausgehend von einem erweiterten Bildbegriff sind Licht – Raum – Bewegung und Zeit im Beziehungsgeflecht zwischen Kunst und Alltag die grundlegenden Aspekte der künstlerischen Arbeit Gunda Försters. Ihre raumbezogenen Arbeiten verstehen sich zum einen als Malerei mit zeitgenössischen Mitteln – zum anderen als Orte der Wahrnehmung von Körper und Raum und spielen mit der Reflexion von räumlichen, aber auch sozialen und wahrnehmungspsychologischen Bedingungen von verschiedensten gestalterischen Mitteln. Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit ist das Markieren und Auflösen von Grenzen – der Architektur des Raumes, des Bildes, der Grenze zwischen Kunst und Alltag, zwischen Kunst, Architektur, Design und Werbung, praktischer und theoretischer Auseinandersetzung, Produkt und Prozess, Privat und Öffentlich, Realität und Schein. Die formale Reduzierung ihrer Arbeiten bedingt deren Zeichenhaftigkeit. Der Sinn erschließt sich erst aus der Verknüpfung unterschiedlichster Aspekte und ihrer Bedeutungen. Grundsätzlich geht es in den Arbeiten von Gunda Förster um die Korrespondenz zwischen Licht – Raum – Bewegung – Zeit als Aspekte, die sowohl im Alltag als auch in der Kunst ständig gegenwärtig sind.

1967

geboren in Berlin

1991 - 1997

Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule der Künste Berlin

2007 - 2009

Gastprofessur an der Leibniz Universität Hannover

since 2015

Professur für Kunst im Kontext von Architektur und Design, Hochschule Wismar

lebt und arbeitet in Berlin & Wismar

2020

„KONTUREN“, Lichtinstallation für die Zeche Schlägel & Eisen, Herten

2018

„Markierung“, permanente Lichtinstallation, Zeche Schlägel & Eisen, Herten

2016

„Skala“, Feuerwache, München

2015

„G212“, Atrium, Greifswalder Straße 212, Berlin

2012

„Tunnel“, Deutscher Bundestag, Berlin

2010

„Ice Light“, City Hall, Vancouver, Kanada

2007

„Blue“, Nice Art Project: The SNCF bridges, Communauté d‘Agglomération Nice, Nizza, Frankreich
„Schweigen“, Hellweg ein Lichtweg, Lippstadt

2018

Einladung zum Kunstwettbewerb für das Foyer der Halle 8, Messegelände Frankfurt/Main

2017

Europäisches Patentamt, Berlin
Universität Leipzig, Fakultät Erziehungswissenschaften
Lichtinstallation für die Zeche Schlägel & Eisen, Herten

2016

Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB), Berlin
Deutsche Staatsoper, Berlin

2015

JKI, Bundesforschungsinstitut Dossenheim
Federal Environment Department, Annex Building, Dessau

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